Der Rothsee ist ein romantischer Berg-, Wald- und Angelsee mit einer kleinen bewirtschafteten Fischerhütte.
Der See am Bauersberg ist über die Hochrhönstraße von Bischofsheim aus gut zu erreichen.



Er wurde aus mehreren kleinen Quellen zusammengestaut und fungiert nun als Angelteich für den Bischofheimer Angelverein.
Als Biotop ist der Rothsee ganz brauchbar, wie die unzähligen Molche, Kaulquappen und sonstiges Gewürm beweisen.
Woher der Rothsee seinen Namen hat (vermutlich)
Eine belastbare Quelle dazu haben wir nicht gefunden, und wer eine hat, möge sich melden. Naheliegend ist der Bauersberg selbst: In seinen tertiären Schichten stecken eisenreiche, rostrot gefärbte Tone, und wo solche Tone das Wasser stauen, färben sie es gern rötlich. Ein See, der aus mehreren Quellen an einem Berg voller roter Erde zusammengestaut wird, heißt eben irgendwann Rothsee. Das ist keine Etymologie, das ist eine Vermutung mit Bodenhaftung.
Braunkohle unter Basalt: was am Bauersberg passiert ist
Der Bauersberg ist geologisch das Gegenteil von langweilig. Im Tertiär, lange vor den Vulkanausbrüchen, lagen hier Sümpfe und flache Seen. Deren abgestorbene Pflanzenmassen wurden zu Braunkohle. Dann kam der Rhönvulkanismus, und glühende Lava legte sich als Deckel darüber. Sie versiegelte die Kohle unter einer Basaltschicht – und konservierte damit ausgerechnet das Material, das man später mühsam wieder darunter hervorholen musste.
Genau das taten die Bergleute ab dem 19. Jahrhundert. Der Stollen „Einigkeit“ von 1844 war einer von mehreren am Berg. Das heutige Besucherbergwerk ist ein nachgebauter Stollen von rund 60 Metern Länge, das Licht schaltet man sich am Eingang selbst an. Im Winter bleibt es zu, weil dort Fledermäuse überwintern – dieselbe Rücksicht wie beim Milseburgtunnel, nur ein paar Kilometer weiter südlich.
Nicht weit von hier gelangt man zum Schaustollen „Einigkeit“, einem alten Braunkohlestollen. Auch die Basaltblockhalden des Bauersbergs kann man von hier aus mit etwas Glück ausfindig machen.
Der geologische Wanderpfad, der sich hier anschließt, ist für alle Steinbeißer sehr zu empfehlen.
Blockhalden: die Steine, die den Berg hinunterlaufen
Die Basaltblockhalden am Bauersberg sehen aus, als hätte jemand eine Ladung Findlinge ausgekippt, und im Prinzip stimmt das sogar. In den Kaltzeiten sprengte gefrierendes Wasser den Basalt Stück für Stück auseinander, und der aufgetaute Boden ließ die Brocken langsam hangabwärts wandern. Das Ergebnis ist ein Lebensraum für sich: In den Hohlräumen zwischen den Blöcken hält sich die Kälte bis in den Sommer, weshalb dort Moose und Flechten wachsen, die sonst deutlich weiter nördlich zu Hause sind.
Direkt am Ufer des Rothsees liegt die gemütliche Fischerhütte, die während der warmen Jahreszeit bewirtschaftet ist. Eine Rhönwanderung lässt sich hier vorzüglich mit einem großen Frühstück auf der Sonnenterrasse beginnen.

















