Sanguisorba officinalis

Der Große Wiesenknopf trägt dunkelrote, walzenförmige Blütenköpfchen auf hohen Stielen über gefiederten Blättern. Blütenblätter im üblichen Sinn fehlen; was rot leuchtet, sind die Kelchblätter. Aus der Ferne sieht die Pflanze aus, als schwebten kleine Knöpfe über der Wiese.
Sie blüht von Juni bis September auf Feuchtwiesen und in Niedermooren. Ihre größte Bedeutung liegt in einer Partnerschaft: Die stark gefährdeten Ameisenbläulinge legen ihre Eier ausschließlich in diese Blütenköpfe, und die Raupen lassen sich später von Ameisen in deren Nest tragen. Verschwindet der Wiesenknopf – etwa durch zu frühe Mahd –, verschwinden auch die Falter.
















