Gangolfsberg

Der Gangolfsberg bei Oberelsbach ist ein Berg, der es mit seinen Basaltsäulen und seinem Urwald wirklich in sich hat!

Der Gangolfsberg stellt eine besondere Rarität dar, deren Schönheit nur noch durch ihre Skurilität übertroffen wird: Hier gibt es eine Wand aus vielen Basaltsäulen zu bewundern. Diese Säulen erinnern an aufgesetzte Stämme fallen durch ihre und exakten fünf Kanten auf.

Diese markante Struktur gibt es in der Rhön noch häufiger zu bestaunen, doch wohl nirgends ist sie so eindrucksvoll zu erkennen wie am Gangolfsberg.

Diese Stelle ist Station eines schönen Lehrpfades, der als Rundweg über den Gipfel des Gangolfsberges führt, teilweise sehr steile Passagen hat und auch sonst das Gegenteil von barrierefrei ist. Dafür bietet er viele Infos zu den verschiedenen Baumarten, die in diesem zukünftigen Urwald wohnen – und natürlich zu den geologischen Besonderheiten.

Kurz vor den Basaltsäulen zweigt der Weg nach links ab und man gelangt nach ein paar Metern zur „Teufelswand“, einer imposanten Basaltwand. Es folgt der „Teufelskeller“, eine durch eingestürzte Basaltbrocken entstandene Höhle. Links unten im Tal hört man, je nach Jahreszeit, den Elsbach rauschen.

Wenn du dem kurzen, steilen Anstieg folgst, passierst du den Gipfel, wo es noch die Grundmauern einer einstigen Kapelle zu entdecken gilt. Auch Relikte von zwei Wüstungen und verschiedenen ackerbaulichen Aktivitäten wie etwa Steinmäuerchen, Steinwällen und Steinterrassen lassen sich erahnen.

Eine Etage oberhalb der Basaltprismenwand liegt noch, etwas versteckt, ein alter Steinbruch mit senkrecht stehenden Basaltsäulen, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Achtung: Manche Navigationssysteme schlagen eine Anfahrt von Westen her vor. Der Waldweg, der vom so genannten Franzosenweg zwischen Oberelsbach und Wüstensachsen abzweigt, ist allerdings nicht nur gesperrt, sondern auch mit herkömmlichen Autos nicht seriös befahrbar. Deshalb solltest du darauf achten, den Parkplatz nur via Schweinfurter Haus, also von Osten her anzufahren.

Hinweis der Unteren Naturschutzbehörde, Landratsamt Rhön Grabfeld:

Das Verlassen der Wege, sowie das Klettern an den Felsbildungen ist gemäß der Naturschutzgebietsverordnung „Kernzonen im bayerischen Teil des Biosphärenreservats Rhön“ verboten. Zuwiderhandlungen beschädigen und zerstören wichtige Standorte für seltene Pflanzen- und Tierarten und können bei Vorsatz und Fahrlässigkeit mit Geldbußen belegt werden.

…und wer leichtsinnig oder aus Unwissenheit zuwiderhandelt, wird für ein paar Tage in den Teufelskeller gesperrt.